In der M70 angekommen, stapelt Günter Kistner Sieg auf Sieg. Kommt am Sonntag noch einer drauf, wäre ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.
Während Peter Kalbfleisch in der M80 einsam seine Runden zieht, hat der Geismarer Master aber noch viel Konkurrenz. Kann der Titelverteidiger Peter Göbel-Braun noch einmal angreifen?
Der 5. von 9 Läufen, meist in Felsberg ausgetragen, lebt daher von der interessanten Situation, dass der 5. Sieg schon jetzt den Gesamtsieg bringen kann, auf der anderen Seite jetzt noch jemand wie Kai aus der Kiste einsteigen kann und das Ding für sich entscheiden könnte. Nach acht Wochen Sommerpause hat der ein oder andere die Zeit zur Regeneration und Trainingsaufbau genutzt.
Während in der M60 noch vieles möglich ist, dürfte Robert Link die M50 für sich entscheiden. Auch er hat wie Günter Kistner bereits 4 Siege stehen, allerdings lauert Neueinsteiger Kai Kastien auf Platz 2. Während der vereinslose Robert Link sich auf den SELC konzentriert, ist das TSV-Geismar-Urgestein derjenige, der wohl die meisten Wettkampf-Kilometer im Feld der SELC-Läufer absolviert. Der frisch gebackene Nordhessische Langstreckenmeister lief noch am Abend vorher 5 km in Vellmar beim Nordhessencup.
In der M40 könnte es einen packenden Zweikampf geben zwischen Timo Bach und Jonas Degenhardt, der zuletzt in Wiera vorne lag. In der M30 und in der Gesamtwertung holen die ersten beiden Plätze wahrscheinlich Max Leinweber und Martin Herbold. Und in der männlichen Hauptklasse liegt Tristan George mit drei Siegen vorne.
Wenig los ist bei den jungen Männern. In der U20 und der U18 hat lediglich Marius Möller zwei Rennen bestritten. Schafft es überhaupt jemand in die Gesamtwertung? Kommt hier vielleicht noch jemand neu dazu?
Jede Menge Power auch bei den Frauen: Charlotte Brixius ist erneut unangefochten vorne. Am ehesten könnte ihr Mara Schwalm, die Siegerin von Niederurff den Sieg streitig machen, aber sie hat bislang nur an diesem einem Rennen teilgenommen. Johanna Degenhardt dominiert eindrücklich die W40, Nicole Ramus die W50 und Sabine Beckmann die W60.
Im Alter von Günter Kistner ist zurzeit keine Frau im SELC unterwegs. Auch hier also noch beste Möglichkeiten zum Einstieg und Gesamtsieg für eine Dame.
In der weiblichen Hauptklasse ist Tochter Therese Kistner auf dem Weg, den Titel zu verteidigen; doch noch könnten einige Frauen, die erst einmal gestartet sind, ein Wörtchen mitreden. Vier verschiedene Siegerinnen gab es bislang in der WHK. Bei den Juniorinnen führt Lena Beyer die U20 an. Und in der U18 haben Luisa Fröhlich und Leah Schaumburg Chancen, wenn Luana Krudewig bei bislang einer Teilnahme nicht mehr auf 5 Wettkämpfe kommen sollte. Andernfalls aber ist Luana Krudewig haushohe Favoritin.
In den Jugendklassen könnte Mira Nillies (WU12) in Felsberg den Gesamtsieg festmachen. Während die U10-Klassen noch ihre klaren Favoriten suchen, machen Valentin Elias Schmidt und Patrick König je eine AK höher einfach mit dem Siegen weiter. Drei sind es bislang. Soviel hat auch Milla Fenner in der WU16. In der WU14 hat Evelyn Trümner zwei Siege stehen. Und richtig spannend ist es in der MU16. Sylvester Benecke muss um seine Titelverteidigung mächtig kämpfen. Daniel Zaurski und Luis Jenner liegen vorne. Bislang macht die wechselnde Form bei allen Beteiligten viel aus. Wer bekommt Konstanz in seine Top-Leistungen?
Bei den Mannschaftswertungen dominiert Borken klar. Bei den Männern könnte es die Tuspo sogar zweimal aufs Treppchen schaffen.
Neben der Laufcup-Wertung bietet der Lauf in Felsberg drei weitere Besonderheiten:
- In diesem Jahr finden in den Wettkampf integriert die Kreismeisterschaften auf der Straße statt. Für alle Läufer aus dem Schwalm-Eder-Kreis also die Möglichkeit auf einen Titel.
- Die Strecke ist amtlich vermessen. Das bedeutet auch, dass die dort gelaufene Zeit bestenlistenfähig ist. Die Kreisbestenlisten werden alle paar Wochen von Markus Ihme auf der Kreisseite des HLV Schwalm-Eder veröffentlicht. BL Freiluft 2026-07-31.xls
- Nirgendwo kommt man den Namensgebern unseres Laufcups näher als beim Lauf in Felsberg: Etwa auf halber Strecke des 5-km-Rundkurses, wenn man vor Altenburg langläuft, kommt man an die Stelle, wo die Schwalm in die Eder mündet.
Während des Laufs ist also auf dem Hinweg die Altenburg im Blick und auf dem Rückweg die Felsburg. Der Altenburg kommt man dabei als Läufer näher als der Felsburg.
