Starke Geismarer Jugend und lauter vereinslose Sieger

Es war eine gute Entscheidung des in allen Belangen engagierten Orga-Teams um Hans-Jürgen Dunkel, den 10-km-Lauf früh starten zu lassen. Die frühsommerlichen Temperaturen waren so für die Langstreckler etwas angenehmer. Bei viel Sonnenschein und hohen Teilnehmerzahlen von über 400 Starten gab es viele zufriedene Gesichter, wie wir es in der Hombergschau wieder sehen konnten.

Im den zuletzt häufig spannenden Duell zwischen Timo Bach und Martin Herbold konnte dieses Mal Letzterer das Rennen frühzeitig für sich entscheiden. Timo Bach und Jonas Degenhardt liefen fast das ganze Rennen zusammen, ehe auf dem Schlussstück die Entscheidung um Platz 2 zugunsten Timo Bachs fiel. Schnellste Frau war, wie schon in Niederurff, Melanie Brede-Paul von den SC Edermünde Runners, die bei den Männern erneut in Mannschaftsstärke gut unterwegs waren und damit den Norden des Schwalm-Eder-Kreises stark beim SELC repräsentieren

Maximilian Fischer siegte in der M20 und Robert Link erneut in der M50. Beiden gemeinsam ist, dass sie ohne Verein sind wie ebenfalls die Siegerin über 5 km, Charlotte Brixius, SELC-Gesamtsiegerin der letzten beiden Jahre.

Hier zeigt sich, dass der Laufsport sowohl die Vereine mit Leichtathletik-Sparten (wie die in der Gesamtwertung erneut bei Frauen und Männern siegreiche TuSpo Borken) als auch die reinen Laufvereine wie die Homberger Ren(n)tiere und schließlich auch individuell trainierende Läufer miteinander verbindet. Die ausgesprochen guten Ergebnisse der vereinslosen Läufer ermutigen hoffentlich viele Hobby-Sportler sich einmal beim SELC zwanglos auszuprobieren. Häufig eröffnen Wettkampf-Teilnahmen noch einmal ganz andere Leistungspotentiale als pures Freizeittraining.

Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, wie Vereine durch regelmäßiges Training und Wettkampfteilnahmen hervorragende Leistungen hervorbringen können. So geben die Leistungen in der Jugend und bei den Kindern über 1,5 km Hoffnung, dass im Schwalm-Eder-Kreis das ein oder andere Mittelstrecken-Ass heranwächst.

Immer dabei ist der TSV 1889 Geismar. Das Duo Mira Nillies (5:52) und Marie Schulz (6:04) schickt sich schon frühzeitig an, die Plätze 1 und 2 in der WU12 zu erobern. So bleibt Gina Strangmeyer aus Stadtallendorf in 6:17 Platz 3. Ihre jüngere Schwester, Mila Strangmeyer, siegte in 6:21 in der WU10. Ebenfalls aus Stadtallendorf kommt Leo Jungst, der in 6:33 in der MU10 siegte.

Erneut unangefochten und mit einer bärenstarken Leistung von 5:32 siegte Valentin Elias Schmidt vom ESV Jahn Treysa in der M12.

Schneller war bei den älteren Schülern nur einer, nämlich Luis Jenner vom TSV Geismar in 5:23. Vor drei Jahren lief er auf der Bahn die 800m schon in 2:35,55. Jetzt zeigt die Formkurve wieder klar nach oben.

Beim abschließenden 5-km-Lauf siegte Florian Moritz (18:34) von Marathon Rotenburg vor den beiden MU20-Athleten Finn Fröhlich (18:40) und Felix Schorm (19:09) vom SC Steinatal. Michael Koeniger, der die 10 km schon als 5. absolviert hatte, wurde in diesem Lauf 4. Neben ihr beim Zieleinlauf Charlotte Brixius, die Siegerin der Frauen-Wertung in 20:34. Johanna Degenhardt als Zweite siegt in der W40, Therese Kistner als Dritte führt die W20 an und Nicole Ramus siegt als Vierte in der W50.

Luisa Fröhlich (TSV Geismar) gewinnt die Wertung der WU18 und Johanna Jurglewitsch (ohne Verein) siegt in der WU20.

Was zeigt uns das? Ob mit engagiertem Verein oder ohne Verein. Alle vereint der Weg zwischen Start und Ziel.

Nächstes Ziel ist Michelsberg. Und wie immer gilt auch dort: Alle sind willkommen.

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